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Trainings-Tagebuch für Pferde von PonyStoff

Trainings-Tagebuch für Pferde von PonyStoff

Das Trainings-Tagebuch für Pferde von PonyStoff ist in Eigenregie entstanden und wurde über die Amazon Self-Publisher-Plattform im Selbstverlag veröffentlicht. Es umfasst 180 Trainingseinheiten und soll dem Nutzer helfen, seine Trainingseinheiten nicht nur genaustens zu dokumentieren, sondern in Nachhinein auch zu rekapitulieren, um Erfolge, aber auch Trainingsschwierigkeiten bewusst wahr zu nehmen.

Inhalt und Aufbau

Auf den ersten Seiten des Trainingstagebuchs findet man eine Anleitung und Ausfüllhilfe, die noch einmal genau die Symbole und einzelnen Felder zum ausfüllen erläutert. Da ich nicht gleich mit allen Symbolen etwas anfangen konnte, war diese Legende für mich sehr hilfreich. Andere Symbole habe ich einfach für mich abgewandelt und für meine Bedürfnisse angepasst. Auch dies ist natürlich vollkommen legitim und möglich.

Darauf folgt eine vierseitige, komplette Jahresübersicht von Januar bis Dezember. Wer hier genauso ordnungsliebend ist wie ich, der startet mit dem Tagebuch genau am Jahresanfang, sodass man bei einigen Monaten nicht zusätzlich noch eine Jahreszahl dahinter notieren muss. Ansonsten wäre natürlich ein kleiner Unterstrich neben dem Monatsnamen super gewesen, sodass man eine kleine Schreibhilfe für das jeweilige Jahr hat.

In dieser Jahresübersicht habe ich nicht nur meine Trainingstage markiert, sondern generell alle Termine rund um das Pferd: Sattler, Hufschmied, Tierarzt, Krankheitstage und so weiter. Dadurch, dass dort kein Datum mit Wochentag kalendarisch vorgegeben ist, kann diese Übersicht immer und jedes Jahr verwendet werden. Ich muss also nicht jedes Jahr darauf warten, dass ein neues Tagebuch mit aktualisiertem Kalender erscheint, sondern kann jederzeit nach Bedarf eins ordern oder auch verschenken.

Nach der Übersicht geht es los mit den Tagebucheinträgen. Auf einer Doppelseite befinden sich immer fünf Trainingstage mit jeweils einer Zusammenfassung „Unserer Ziele und Übungen“. Ich habe diese Übersicht meist genutzt, um mir im Nachgang die Übungen zu notieren, die ich in diesen 5 Tagen am meisten durchgegangen bin, mir also unbewusst meine Trainingsschwerpunkte gesetzt habe. Man kann diese Spalte aber natürlich auch im Voraus füllen und sich spezielle Übungen für die folgenden fünf Trainingseinheiten vornehmen. Da es bei mir mit dem Vornehmen immer nicht so klappt, sei es wetterbedingt oder durch die Laune des Pferdes bedingt, habe ich diese Spalte lieber als Zusammenfassung genutzt.

 

Für die einzelnen Trainingstage kann ich das Datum, die Trainingsdauer, die trainierende Person, Medikamente, den Tag in Kurzfassung, sowie eine Skala eintragen, mit der ich die jeweilige Stimmung des Pferdes, meine Stimmung und andere Dinge an diesem Trainingstag bewerte. Darauf folgt jeweils immer eine Lücke von circa vier Zentimetern Weißraum, die für weitere Notizen oder nötige Zeichnungen genutzt werden kann. Ich habe diese Lücke vor allem für weitere Notizen genutzt, da mir die Zeile „Unser Training in Kürze“ meist viel zu wenig war und ich dort dann eher einzelne Übungen und Gangarten aufgezählt habe, die wir in dieser Trainingseinheit durchgegangen sind. Da meine Handschrift und mein Talent gerade zu schreiben leider nicht herausragend ist, hätte ich mir in dieser freien Lücke unheimlich gerne zarte, aber helfende Linien gewünscht, die mich in meinem Schreibfluss unterstützen, aber auch nicht zu dick sind, sodass ich eventuelle Zeichnungen immer noch sehr gut erkennen kann. Das Gleiche hätte ich mir bei Zusammenfassung von „Unsere Ziele und Übungen“ gewünscht, da ich hier das gleiche Problem hatte.

Nach vier Doppelseiten Tagebuch, also jeweils immer zwanzig Trainingseinheiten, erfolgt ein Rückblick mit kurzen Fragen wie „Was lief gut?“, „Was haben wir Neues gelernt?“ oder auch „Welche Ziele haben wir erreicht?“. Diese Übersicht hat mir sehr geholfen, mich noch einmal wirklich intensiv mit den letzten Einheiten auseinander zu setzen, noch einfach rückblickend in meine Notizen rein zu lesen und mir Gedanken zu machen, wie ich meine Übungen nun weiterführen möchte. Auf der zweiten Seite des Rückblicks gibt es zwei freie Spalten mit „Plan für Fütterung und Medikamente“ und „Notizen“. In der Notizenspalte habe ich dann meine Ziele für die nächsten zwanzig folgenden Trainingseinheiten festgelegt, die zwar für mich nie zu hundert Prozent fest sind, aber zumindest eine Idee darstellen sollten, wie ich nun weiter fortfahren möchte. Mit der Spalte „Plan für Fütterung und Medikamente“ konnte ich leider nicht viel anfangen, die brauchte ich schlichtweg nicht. Ich habe allerdings auch gerade kein Pferd, das unterschiedlich gefüttert wird oder gerade Medikamente bekommt.

Insgesamt hat man neun mal zwanzig (also summa summarum 180) Tage Training, die man in das Buch notieren kann. Ich gehe nicht davon aus, dass man jeden Tag trainiert, sodass man die zwanzig Einheiten bis zum Rückblick immer für einen Monat (und das ist wahrscheinlich trotzdem noch recht viel) rechnen kann. Allerdings hat man dann nur neun Monate Training abgedeckt. Hier hätte ich mir wirklich zwölf mal zwanzig Tage gewünscht, sodass ich nicht für die restlichen drei Monate ein neues Tagebuch anfangen muss. 

Fazit

Das Trainings-Tagebuch für Pferde von PonyStoff ist nicht nur unglaublich hilfreich, sondern auch äußert praktisch, um sich seiner Trainingserfolge und auch Misserfolge bewusst zu werden. Wenn ich sehe, dass ich schon über vierzig Trainingseinheit damit zugebracht habe, eine bestimmte Übung zu festigen und dies immer noch nicht gut klappt, so wird es Zeit, seinen Plan zu überdenken. Oft wird einem dies jedoch nicht bewusst. Besonders der (für mich eingeteilte) monatliche Rückblick hat mir in dieser Hinsicht sehr geholfen. So kann man sich durch die Trainingstagebücher immer wieder visualisieren, was man sonst leicht übersieht.

Doch auch die Menge an Übungen, die man innerhalb dieser Zeit absolviert, überrascht einen immer wieder. Hat man immer mal wieder das Gefühl, dass man eigentlich nicht viel geschafft hat, so reicht meist ein Blick in das Tagebuch und dann staunt man erst einmal wieder, wie viel es doch eigentlich ist.

Mit dem Jahresüberblick hat man zusätzlich auch alle anderen pferdigen Termine im Überblick, sodass man nicht lange in seinem eigenen Kalender blättern muss, wann denn der Schmied das letzte Mal da war und wann genau ich denn nun die Wurmkur gegeben habe.

Ein wenig störend empfand ich eigentlich nur die fehlenden Hilfslinien, die ich mir manchmal wirklich herbeigesehnt hatte, da ich im Geradeschreiben leider vollkommen talentfrei bin. Besonders, wenn man das Tagebuch im Stall aufbewahrt, damit die Reitbeteiligung ihre Tage dort auch eintragen kann, fehlen die Linien besonders, da man dort nicht immer eine feste Unterlage zum Schreiben hat, die das Ganze vielleicht noch etwas einfacher gestalten würde.

Ansonsten hätte ich mir noch drei Trainingsblöcke mehr gewünscht, um wirklich ein komplettes Jahr mit dem Tagebuch überbrücken zu können. Dies passiert aber allerdings nur, wenn man sich das Tagebuch (wie ich) so aufteilt, dass jeder Block von zwanzig Einheiten plus Rückblick für einen Monat zählt oder man generell mehr als 180 Tage im Jahr trainiert.

Hinweis

Auf Anfrage wurde mir für diese Rezension ein Buchexemplar von PonyStoff zur Verfügung gestellt. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Dies hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine hier dargelegte Meinung zum Buch.

Über den Autor

Christine Obermann studierte Mediendesign und ist seitdem als Webentwicklerin und Designerin tätig. Seit ihrer Kindheit interessiert sie sich sehr für Kunst und ist leidenschaftliche Reiterin. Vor einigen Jahren startete sie ihren Onlineshop „PonyStoff“ bei dem sie beide Herzensangelegenheiten vereinen konnte: Reitershirts und Geschenke entwerfen und über ihren Alltag mit ihrem Pony berichten.

So sind auch die Ideen für die Trainingstagebücher für Pferde entstanden, in dem vor allem das Training mit einer positiven Grundstimmung statt der Fehlersuche im Vordergrund steht. Hier geht es zu ihrer Webseite: http://www.ponystoff.de

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