Einheit der Woche ·Training ·Übungsideen

Takt & Beine

Trainingseinheit der Woche: Takt & Beine

Diese Einheit der Woche dient vor allem als Warum Up und Cool Down für die 7 Days Challenge, ehe es in die einzelnen schweren Aufgaben geht.

Man kann die Einheit aber natürlich auch als ganz normale Trainingseinheit nutzen. Der Schwerpunkt bei dieser Formation liegt vor allem in der Stangenarbeit. Ihr werdet also kaum eine Übung finden, bei der ihr nicht über eine Stange gehen müsst. Und das hat seinen Grund!

Stangenarbeit ist super für den Takt und die Beinaktion des Pferdes. Doch nicht nur das: Auch der Rücken muss sich beim Überschreiten den Stangen aufwölben. Mit Stangen habt ihr also immer ein rundum Paket an effektivem Training. Wer sich vorher noch intensiver mit der Stangenarbeit, deren Vor-, Nachteile und Einsatzmöglichkeiten auseinandersetzen möchte, der schaut doch mal hier rein: Die Stangenarbeit.

Dieser Aufbau ist übrigens auch wieder sehr gut für Abteilungen geeignet, da die Figuren groß genug sind, dass alle hintereinander die Übungen absolvieren können, ohne sich dabei umzureiten. Auch wenn die meisten wahrscheinlich das Abteilungsreiten nur noch als Anfängerunterricht kennen, so halte ich diese Disziplin doch eigentlich für sehr schwer und deutlich unterschätzt. Der Reiter muss sein Pferd hundert Prozent an den Hilfen haben, damit es nicht nur dem Vordermann hinterher läuft oder gar in ihn hinein läuft. Abgekürzte Ecken, meterlange Abstände – all das kennt man nur zu gut.

Habt ihr ein paar Freunde im Stall, so probiert euch doch mal an der Abteilung aus – ihr werdet staunen wie anspruchsvoll die Reitstunde wird!

Parcoursaufbau – Abstände und Materialien

Die Formation sollte mittig in der Bahn aufgestellt werden. Wer möchte, kann sich die Stangen noch mit kleinen Töpfchen bzw. Bodenricks erhöhen um den Schwierigkeitsgrad etwas anzuheben. Wer sowas nicht hat, kann sich die horizontalen Stangen auch leicht anschrägen, indem man sie auf die vertikale Stange drauf legt. Achtet dabei aber darauf, dass es nicht zu großen Überschneidungen kommt, damit ihr, wenn ihr durch den Stangentunnel reitet, nicht darüber stolpert.

Der Tunnel in der Mitte sollte so groß sein, dann zwei Pferde bequem nebeneinander Platz finden, bzw. ein Pferd auch bequem quer hindurch passt – das ist vor allem für die Übungen in der 7 Days Challenge sehr wichtig!

Trainingsaufbau

Übung 1
Übung 1
Übung 2
Übung 2

 

Die Formation ist wieder sehr zirkelfreundlich und bietet dementsprechend sehr, sehr viele Möglichkeiten irgendwo immer wieder einen Zirkel einzubinden. Sowohl große Zirkel für die Aufwärmphase, als auch kleine Zirkel für die intensive Trainingsphase – alles ist dabei und lässt das Reiterherz höher schlagen.

Abteilungen können für mehr Platz die Zirkel auch untereinander aufteilen (Übung 2), da beide Reiter bequem durch den Stangentunnel passen, sollte es hier eine Probleme geben. Allerdings muss man sein Pferd dafür natürlich gut an den Hilfen stehen haben, damit man dem benachbarten Reiter nicht den Platz wegnimmt.

Übung 3
Übung 3
Übung 4
Übung 4

 

Auch Handwechsel lassen sich mit der Formation jederzeit kreativ gestalten. Besonders bei der abgewandelten Form des Durch die Halbe Bahn wechseln gibt es schier unendliche Möglichkeiten, sofern man es mit der Halben Bahn nicht ganz genau nimmt.

Wer weitere Bahnfiguren in die Formation mit einbringen will, die hier vielleicht nicht zu sehen sind, schaut doch mal in die Übersicht aller Hufschlagfiguren. Hier ist sicherlich noch die ein oder andere Übung für euch dabei, die sich in die Formation integrieren lässt.

Eine Möglichkeit währe zum Beispiel das Aus der Ecke Kehrt in den Ecken der Stangen.

Übung 5
Übung 5
Übung 6
Übung 6

 

Ganze Bahnen sind Runde um Runde das sinnloseste, was man mit seinem Pferd in einer Trainingsstunde machen kann. Es mag sich vielleicht ein bisschen warm laufen, aber die Dehnung der Bänder und Sehnen ist praktisch null. Im Gegenteil: Man trainiert sein Pferd regelrecht zur Steifheit, da es Bahn für Bahn wahrscheinlich wie ein Bus um die Kurven geht und sich dabei auch noch durch Fehlbelastungen die Gelenke kaputt macht. Genau hier können große Bögen und Schlangenlinien Abhilfe schaffen!

Schlangenlinien und Bögen haben den Vorteil, dass das Pferd stetig in Stellung und Biegung ist, sich auch immer wieder umstellen muss und somit sich auch kontinuierlich an meine Reiterhilfen gewöhnt. Sie sind somit die perfekten Übungen um das Pferd an Schenkel und Zügel zu bringen, es dabei aber auch zu lösen und geschmeidig werden zu lassen.

Übung 7
Übung 7
Übung 8
Übung 8

 

Alle Bögen und Schlangenlinien in dieser Formation sind auch für Abteilungen groß genug und gehen meist über die ganze Bahn. So sollte es keine unschönen Kollisionen geben, falls man doch mal eine Ecke zu früh abbiegt. Bis zu sechs Reiter sollten hier definitiv genug Platz haben und sich nicht einschränken.

Passt bei den Bögen um die Stangen auf, dass ihr nicht zu nah an diese heran reitet. Sonst werden die Bögen eher eckig statt rund. Versucht euch lieber schon vorher einen Bogen im Kopf auszumalen und denkt euch euren perfekten Abstand zu den Stangen, den ihr dafür benötigt. So werden die Stangen zu Orientierungspunkten und die Bögen schön rund.

Übung 9
Übung 9
Übung 10
Übung 10

 

Übung 10 würde ich als einzig abteilungskritische Übung bezeichnen. Durch die zwei doch recht engen Bögen, kann es hier zu Engpässen kommen. Gegebenenfalls sollte sich hier die Abteilung in zwei Gruppen auftrennen, sodass man sie häppchenweise bewältigen kann, während der Rest der Abteilung Ganze Bahn geht.

Weiterführendes

Hier gehts zu allen Einheiten der Woche:
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