Einheit der Woche ·Training ·Übungsideen

Stellungswechsel

Trainingseinheit der Woche: Stellungswechsel

Stellung und Biegung sind in der Reitpferdeausbildung das A und O und werden von jedem Reitlehrer im Unterricht regelrecht heruntergebetet. Das Pferd lernt dabei nicht nur sich „rund“ zu machen oder korrekt über den Rücken zu laufen, sondern auch sich „gerade zu richten“, indem jede Seite des Pferdes gleichmäßig gedehnt wird. Nach und nach wird so aus der Banane Pferd ein gerades und muskulöses Wesen, dass sich vermehrt auf die Hinterhand setzen kann.

Parcoursaufbau – Abstände und Materialien

Die Stangen sollten soweit Abstand zur Bande haben, dass das Pferd mit der Vor- oder der Hinterhand parallell über die Stangen gehen kann. Der Abstand zwischen den Stangen selbst sollte widerum so gewählt sein, dass man um die Stangen herum schlängeln kann.

Zwischen den Pylonenreihen sollte ein Pferd im Schulterherein genug Platz haben und zwischen den Pylonen selbst mit genügend Platz in Schlangenlinien hindurch passen.

Trainingsaufbau

Übung 1
Übung 1
Übung 2
Übung 2

 

Wie immer beginnen wir mit den größeren Wendungen, damit das Pferd langsam und vorsichtig warm geritten wird. Zirkel und große Bögen eignen sich dafür am besten, da das Pferd hierbei Stück für Stück an die Arbeit herangeführt wird, denn stupides Geradeaus macht ein Pferd weder warm noch geschmeidig und sollte weitesgehend vermieden werden.

Auch in dieser Trainingseinheit gilt also: Niemals mehr als eine ganze Bahn am Stück für den optimalen Trainingseffekt!

Übung 3
Übung 3
Übung 4
Übung 4

 

In dieser Einheit befinden sich hauptsächlich Schlangenlinien, da diese sich perfekt für das Üben von Stellungswechsel eignen. Bei jedeM Bogen muss das Pferd umgestellt werden und der Reiter umsitzen. Wichtig ist, dass das Pferd in den Biegungen auch wirklich sauber gestellt wird und nicht wie ein Bus um die Kurve schießt.

Merke: Lieber etwas Tempo raus und dafür eine korrekte Biegung. Doch Achtung, Takt geht immer vor. Verliert euer Pferd den Takt, geht noch einmal einen Schritt zurück und beginnt von vorn.

Übung 5
Übung 5
Übung 6
Übung 6

 

Mit acht Pylonen gibt es aber-viele Möglichkeiten der Schlangenlinien, die auch bei gleichen Bögen immer wieder abgewandelt werden können, sodass das Pferd stetig mit neuen Reizen konfrontiert wird und nicht vorhersehbar irgendwann seine Übungen von alleine absolviert.

Übung 7
Übung 7
Übung 8
Übung 8

 

Auch engere Wendungen um die Stangen sind für Stellungsübungen zu empfehlen. Hierbei muss man das Pferd relativ schnell in der Kurve umstellen, kann dann aber an der langen Seite wieder zwischen Außen- und Innenstellung abwechseln.

Die Bögen durch die Pylonen können mal enger und mal weiter gestaltet werden und somit weiterhin für Abwechslung sorgen, achtet jedoch darauf, dass ihr die Enge der Wendungen an das Trainingslevel eures Pferdes anpasst und es nicht mit halsbrecherischen Aktionen überfordert.

Besonders Junge Pferde haben noch nicht das Gleichgewicht und sollten langsam an engere Bögen herangeführt werden, da sie sonst auch schnell einmal mit Durchgehen oder anderen, übermütigen Aktionen agieren können.

Übung 9
Übung 9
Übung 10
Übung 10

 

Auch wenn das Thema dieser Einheit „Stellung und Biegung“ ist, so sollte man natürlich auch andere Übungen, wie das Rückwärtsrichten, das Schenkelweichen und die Seitengänge nicht vernachlässigen. Diese Übungen tragen selbstverständlich ebenfalls zur Gymnastizierung des Pferdes bei und sollten mit eingebunden werden, allerdings in diesem Falle mit geringerer Trainingsintensität.

Schulterherein und -heraus dagegen können intensiver mit eingebracht werden, da auch hierbei das Pferd sich korrekt Biegen, Stellen und Untertreten muss.

Übung 11
Übung 11
Übung 12
Übung 12

 

Zuletzt noch eine gute Übung für Pferd und Reiter, die bei dem Thema Stellung und Biegung noch so ihre Probleme haben. Dank der eingrenzenden Stangen und Pylonen kann man Pferden, die noch stark unausgeglichen sind und öfter bei der Innenstellung in die Bahn laufen hier eine visuelle Grenze schaffen.

Wichtig ist, dass man nie auf „Biegen und Brechen“ versucht das Pferd in eine Form zu pressen. Versucht zu Beginn die Stellung nur kurz zu halten. Maximal für 2-3 Schritte, dann das Pferd wieder geraderichten. Nichts demotiviert ein Pferd mehr als Zügelzug, unangenehmer Schenkeldruck und andauender Stress.

Kurz, knapp und voll Motivation – so wird aus dieser Trainingseinheit ein Trainingsspaß!

Weiterführendes

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