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Das Schietwetter-Süppchen

Allwetter-Süppchen

Das Schietwetter Süppchen

Das Schietwetter-Süppchen eignet sich, wie der Name schon sagt, besonders für sehr wetterempfindliche Pferde, die bei Wetterumschwüngen sowie Regenwetter sensibler reagieren als andere Pferde. Während die gequollenen Leinsamen eine schützende Schicht auf der Magenschleimhaut hinterlassen und die Kamille zusätzlich das Gemüt beruhigt, sorgen die Hagebutten für den extra Schuss Vitamin C. Die Pfefferminze regt derweil die Atemwege an und hat beim Fressen einen Inhalationseffekt. Zudem ist allseits bekannt: Pferde lieben Pfefferminze!

Inhalt

200g Leinsamen
eine Hand voll Hagebutten (frisch oder getrocknet)
40g Kamillenblüten
40g Pfefferminze
1L Wasser

Zubereitung

Alle Zutaten kommen in einen Eimer. Versucht einen etwas breiteren Eimer zu nehmen, bei dem das Pferd nicht nur gerade so mit dem Kopf hinein passt. Die Flüssigkeit schwimmt sonst gerne mal in den Nüstern herum, weswegen das Pferd alle drei Sekunden abschnauben muss und nicht in Ruhe fressen kann. Nun setzt ihr (am besten mit einem Wasserkocher) ein Liter Wasser auf und übergießt das Ganze mit dem kochenden Wasser.

Unser Stall-Kocher :)
Unser Stall-Kocher 🙂
Achtung: Abkühlen lassen!
Achtung: Abkühlen lassen!

 

 

 

 

 

 

Wichtig ist, dass ihr das Süppchen öfter umrührt, damit sich die Leinsamen nicht festsetzen und es eurem Pferd erst verfüttert, wenn es nur noch handwarm bzw. lauwarm ist. Ist das Süppchen zu heiß, drohen nicht nur Verbrennungen, sondern es herrscht auch Kolikgefahr!

Mein Tipp: Setzt das Süppchen gleich nachdem ihr im Stall angekommen seid auf. Dann hat es alles Zeit und Ruhe abzukühlen, während ihr mit eurem Pferd arbeitet. Nach der Arbeit gibt es dann die leckere Belohnung!

Sinn und Unsinn

Über den Sinn von Tee & Saft streiten sich die Geister. Die einen stempeln es als Wendy-Getue ab, die anderen stehen täglich drei Stunden in der Küche um ihrem Liebling mit allen Mitteln zu verwöhnen. Jeder muss für sich selbst wissen, was er wie machen möchte und was er als sinnvoll erachtet. Ich möchte euch allerdings eines mit auf den Weg geben: Solange ihr euch und eurem Pferd nicht schadet (und ein bisschen Tee in Maßen tut dies auf keinen Fall!), seid ihr völlig frei und solltet euch von keinem reinreden lassen. Keiner sollte ein Sklave der Fütterung werden, jeder sollte aber das Gefühl und das Recht dazu haben dürfen seinem Pferd etwas Gutes zu tun und das egal in welcher Art und Weise. Die einen kochen Tee, die anderen backen Leckeries, wiederum andere kaufen dafür Futter XY, etc. etc..

Jedes Pferd ist unterschiedlich und braucht eine für ihn zurecht geschnittene Behandlung. Sei dies mit extra Streicheleinheiten, einem Tee oder anderen Dingen. Mein Hü reagiert bei starken Wetterumschwüngen immer etwas nervös und ist für ein paar Kuscheleinheiten und einem kleinen Tee sehr dankbar. Ich merke regelrecht, wie er sich danach entspannt und dadurch auch arbeits- und lernfähiger ist. Ich kenne aber auch andere Pferde, da wäre so etwas nett, aber nicht nötig. Vielleicht zur Orientierung: Tee gibt es bei mir nur nach Bedarf, wie z.B. bei Reaktion auf speziellen Wettereinflüssen (Jahrezeitenwechsel von warm nach kalt, Dauerregen, starke Umschwünge), Husten, Nervosität, großer Aufregung und leichtem Durchfall. Bei ernsthaften Erkrankungen sollte natürlich immer erst einmal der Tierarzt zu Rate gezogen werden.