Fütterung ·Zusatzfutter

Mash

Mash | © Peter Smola
© Peter Smola | pixelio.de

Mash

Die warme Mahlzeit für das Pferd

Besonders in der kalten Winterzeit, aber auch im Frühling, macht der Wetterwechsel den Pferden nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich zu schaffen. Wird bei uns Menschen dann meist zu Wasser und Zwieback gegriffen, so rät man Besitzern von Pferden, die zu Koliken, Magenkrämpfen und anderen Verdauungsstörungen leiden, oft zur Zubereitung von Mash.

Was ist Mash?

Mash ist im Endeffekt nichts weiter, als ein Ergänzungsfutter, dessen Grundzutaten Wasser, Weizenkleie, Hafer und Leinsamen sind. In manchen Büchern findet man auch noch die Zugabe von einem Teelöffel Salz, der aber nicht zwingend dazu gegeben werden muss.

Natürlich können dem Mash noch weitere beliebige Zutaten hinzugefügt werden, ganz nach Geschmack und Anwendungsfall. Man sollte dabei nur beachten, dass hitzeempfindliche Zutaten, wie Obst, Gemüse und Kräuter, erst kurz vor dem Verfüttern beigemischt werden, denn nur so bleiben ihre wertvollen Inhaltsstoffe erhalten.

Die absolute Basis von Mash ist die Weizenkleie, die übrigens bei der Herstellung von Mehl entsteht. Während aus dem Weizenkorn das Mehl selbst produziert wird, bleibt die zerkleinerte Schale des Kornes übrig. Diese Ansammlung der zerkleinerten Schale bildet die Weizenkleie, die nicht nur sehr struktur- und rohfaserreich ist, sondern auch einen hohen Gehalt an Eiweiß, Vitamin B und anderen Mineralstoffen wie Phosphor, Magnesium, Kalium, Selen, Eisen, Zink und Kupfer aufweist. Die raue Struktur und der hohe Rohfasergehalt der Weizenkleie regen zusätzlich die Darmtätigkeit an, was wiederum die Produktion von Vitamin B, Vitamin C und Vitamin K im Darm erhöhen kann.

Die im Mash enthaltenen Leinsamen haben ebenfalls hohen Eiweiß-, Mineralstoff und Vitamingehalt. Dabei sind besonders die Mineralstoffe Magnesium und Selen, als auch das Vitamin K hier in höherer Menge vorhanden und erwähnenswert. Zusätzlich haben Leinsamen noch einen sehr hohen Fettanteil von knapp über 30 Prozent, was somit natürlich auch den Energiegehalt vom Mash steigen lässt.

Damit alle Inhaltsstoffe für das Pferd zu hundert Prozent leicht verdaulich sind, müssen sie zu einem warmen Brei aufgekocht werden. Nur so können sich genügend Schleimstoffe bilden und die Stärkemoleküle vorher aufgeschlossen werden. Generell sollte Mash, durch das hohe Quellvermögen der Zutaten, niemals unaufgeweicht verfüttert werden. Quellen die Zutaten erst im Magen auf, kann das den Magen stark überdehnen und zu Verstopfungs- und Krampfkoliken führen. Auch trockene Kleiestückchen könnten im Hals des Pferdes stecken bleiben und Schlundverstopfungen verursachen.

Anwendungsgebiete von Mash

Für Mash gibt es viele gute Gründe. Durch die sehr raue Struktur sowie der hohe Rohfasergehalt der Inhaltsstoffe, wird vor allem die Darmtätigkeit angeregt. Dadurch ist das Mash nicht nur appetitanregend und sehr gut verwertbar, es wirkt zudem auch leicht abführend. Verstärkt wird dieser Effekt durch den hohen Anteil an Wasser, der die Kotmasse zusätzlich im Darm aufweicht. Besonders Pferden, die zu Verstopfungskoliken neigen, kann hier also durch die Gabe von Mash schnell geholfen werden.

Magenempfindlichen Pferden kommen vor allem die Schleimstoffe zugute, die sich wie eine schützende Schicht über die Magen- und Darmwand und legen und zusätzliche Reizungen abmildern oder sogar verhindern können.

Da die Zutaten vom Mash natürlich auch sehr gehaltvoll sind, wird es auch gerne als Aufbaufutter und Energiebooster verwendet.

Nebenwirkungen von Mash

Durch die gehaltvollen Zutaten baut Mash natürlich nicht nur auf, sondern macht langfristig gesehen auch dick! Hat man kein Pferd, dass durch Sportleistung, Altersbedingungen, Krankheit oder anderen Umständen aufgebaut werden muss, so sollte man das immer im Hinterkopf behalten. Nicht, dass zu den schon bestehenden Problemen noch Übergewichtsprobleme hinzukommen.

Noch zu beachten ist, dass das Calcium – Phosphor – Verhältnis von Mash bei circa 1:7 liegt! Somit kann bei einer zu häufigen Fütterung von Mash auch das Ca/P – Verhältnis im Körper des Pferdes gestört werden. Der Körper versucht dann diese Dysbalance im Blut auszugleichen und setzt wertvolles Calcium aus den Knochen in die Blutbahn frei. Sollte das Pferd also mehr als ein bis zwei Mal die Woche Mash bekommen, so muss unbedingt auf ein calciumreiches Zusatzfuttergeachtet werden.

Getreideprodukte (und somit auch die Weizenkleie im Mash) enthalten ebenfalls viel Phytin, das die Zinkaufnahme im Darm hemmen kann, was wiederum dann zu einem Zinkmangel führen kann.

Hinweis

Das Mash darf dem Pferd nicht zu heiß serviert werden, sonst herrscht Verbrennungsgefahr!
Bei Unsicherheiten oder Unverträglichkeiten, sprecht die Gabe von Mash lieber vorher mit eurem Tierarzt ab!

Weiterführendes

Hier findest du Mash-Rezepte für jeden Anlass!
Rezepte > Mash

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