Einheit der Woche ·Training ·Übungsideen

Zirkelstunde

Trainingseinheit der Woche: Zirkelstunde

Der Zirkel ist eines der wichtigsten Bahnfiguren überhaupt und hat in der englischen Reitweise eigentlich eine feste Größe von 20m Durchmesser. Er nimmt dabei die komplette Hälfte einer Reitbahn ein. Kleinere Zirkel sind sogenannte Volten, wobei auch diese eigentlich feste Abmaße haben. In der Western-Reitweise gibt es übrigens keine Größenvorschriften – man könnte diese Zirkelstunde also theoretisch auch als eine Vermischung der Reitweisen bezeichnen.

Doch egal welcher Reitweise man sich nun verschreibt: Wichtigkeit und Nutzen der Zirkel bleiben gleich.

Besonders wichtig ist, dass der Zirkel auch wirklich ein runter Kreis bleibt und nicht zum Ei mutiert. Normalerweise wird das Pferd dabei passend zur Biegung nach innen gestellt. Es sollte in dieser Zirkelstunde jedoch abwechselnd zwischen Innen- und Außenstellung gewechselt werden, um den maximalen Trainingseffekt zu erreichen und das Pferd auf beiden Seiten gleichmäßig zu gymnastizieren.

Gedankenstütze

Es sollte niemals mehr als eine ganze Bahn geritten werden.
Eine Übung sollte generell niemals mehr als 3 mal direkt hintereinander geritten werden.
Die maximale Trainingszeit beträgt 60 Minuten – davon sollten mindesten 15 – 25 Minuten Aufwärmphase sein.

Warm Up

Übung 1
Übung 1
Übung 2
Übung 2

 

Zu Beginn sollten natürlich enge Wendungen bzw. starke Biegungen vermieden werden, damit es keine unschönen Zerrungen gibt. Mit leichten Übungen und einigen Schritten über die Stange wird das Pferd langsam aufgewärmt und Stück für Stück an die Arbeit herangeführt.

Auch mit typischen Bahnfiguren, wie durch die ganze Bahn wechseln oder einer einfachen Schlangenlinie, können die Stangen und Pylonen jederzeit eingebunden werden. Dabei kann sich unser Pferd nicht nur besser konzentrieren, sondern hat zusätzlich auch noch Orientierungspunkte in der Bahn (und wir natürlich auch).

Übung 3
Übung 3
Übung 4
Übung 4

 

Ehe es dann in die richtige Zirkelarbeit geht, können wir das Pferd mit großen und kleinen Schlangenlinien auf die Biegungen vorbereiten.

Der Vorteil bei Schlangenlinien ist, dass hier automatisch an den Stellungswechsel gedacht wird – beim Zirkel müssen wir uns selbst Orientierungspunkte setzen und immer wieder an einen Wechsel denken.

Übung 5
Übung 5
Übung 6
Übung 6

 

Bei aller Freude auf die Zirkel, sollten die Seiten- und Rückwärtsgänge natürlich nicht vergessen werden. Die Stangen eignen sich hervorragend um auch diese Übungen zu wiederholen.

Dabei kann sowohl eine als auch zwei Stangen für das schlichte Rückwärts genutzt werden. Hier geht das Pferd bis zum Ende der ersten Stage rückwärts, muss danach eine Vorhandwendung zur nächsten Stange machen und geht dann auch die zweite Stange rückwärts entlang.

Zirkel-Möglichkeiten

Zirkel 1
Zirkel 1
Zirkel 2
Zirkel 2

 

Natürlich können alle größeren Zirkel auch in das Warm Up integriert werden und müssen nicht gesondert geritten werden. In dieser Stunde geht es vor allem um die Häufigkeit und die Intensität der Zirkel.

Wie man sieht, gibt es viele Möglichkeiten von Zirkeln mit dieser Formation. Denkt daran, die Zirkel öfter zu wechseln und zwischendurch auch mal wieder eine ganze Bahn oder eine andere Übung einzubauen, damit sowohl euch als auch dem Pferd nicht schwindlig wird.

Zirkel 3
Zirkel 3
Zirkel 4
Zirkel 4

 

Ist man alle Möglichkeiten durchgeritten, so gibt es noch viele andere Wege einen Zirkel zu reiten. hier ein ein paar davon: im Schulterherein, im Konterschulterherein, im Rückwärts und natürlich im Seitwärts.

Zirkel 5
Zirkel 5
Zirkel 6
Zirkel 6

 

Die Stangen und Pylonen sollten bei den Übungen natürlich jederzeit mit eingebunden werden, um das Pferd nicht nur in Stellung und Biegung zu trainieren, sondern auch auf Takt und Losgelassenheit zu achten. Zudem helfen Orientierungspunkte dem Pferd immer, wenn es noch nicht 100%ig ausbalanciert ist. Dies kann sowohl die Motivation, als auch die Frustrationsschwelle erhöhen.

Pausen sollten jedoch immer wieder eingebaut werden und auch die Trainingszeit sollte man immer im Blick behalten. Besonders junge Pferde sind hier nach 20 – 30 Minuten definitiv voll im Kopf.

Cool Down

Im Cool Down sollten wir auf Zirkel so weit wie es geht verzichten und versuchen, dem Pferd zum Abschluss etwas Abwechslung zu geben. Wer die Möglichkeit hat, sollte eine kleine Geländerunde im Schritt einbringen (und sei es auch nur eine Runde um den Stall) um den Kopf von Pferd und Reiter wieder frei zu kriegen.

Weiterführendes

Hier gehts zu allen Einheiten der Woche:
alle Einheiten der Woche

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Stangenserie – Übungen mit Stangen
Pylonenserie – Übungen mit Pylonen

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