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Gebisswärmer im Winter

Gebisswärmer im Winter

Während manche Pferde bei einem kalten Gebiss nicht einmal mit der Wimper zucken, so nehmen andere Pferde im Winter das Gebiss kaum noch in das Maul, ehe es nicht vorher angewärmt wurde. Jedes Pferd ist unterschiedlich sensibel. Viele wärmen das Gebiss dann mit der Hand an oder tragen die Trense eine Weile unter der Jacke. Das ist aber nicht nur umständlich, sondern teilweise auch unangenehm für einen selber. Habe ich im Winter selbst schon eiskalte Hände und nehme dann auch noch das kalte Gebiss in die Hand, weiß ich gar nicht mehr, wie ich meine Zügel später halten soll.

Mit kleinen Handwärmern kann Abhilfe geschaffen werden. Dabei gibt es Einweg-Handwärmer, die ich gleich genauer vorstellen werde, und Mehrweg-Handwärmer. Das Problem bei Mehrweg-Handwärmern ist, dass sie nach jeder Nutzung mit Wasser erhitzt werden müssen, damit sie wieder nutzbar sind. Wer Zeit hat, sich die Wärmer morgens schnell aufzuwärmen, dem kann ich vollkommen diese Handwärmer ans Herz legen. Gerade mit einem neueren Induktionsherd geht das schnell und man kann die warmen Handwärmer gleich für den Arbeitsweg nutzen, ohne dass man sie aktivieren muss. Später im Stall aktiviert man sie dann und wickelt sie einfach um das Gebiss, während man das Pferd vorbereitet.

Hat man die Zeit nicht, so gibt es auch Handwärmer aus Aktivkohle. Diese reagieren beim Auspacken mit Sauerstoff und werden nach wenigen Minuten warm. So spart man sich das morgendliche Aufkochen.

 

Zum Aufwärmen legt man die kleinen Handwärmer einfach um das Gebiss. Wer selbst kalte Hände hat, kann den Handwärmer dabei festhalten und sich somit gleich selbst aufwärmen. Da der Handwärmer kleiner ist als das Gebiss, dauert das Aufwärmen natürlich ein wenig. Wer die Zeit aktiv nutzen möchte, wickelt einfach ein Tuch über Gebiss und Handwärmer oder packt beides in ein kleines Säckchen.

 

Seid ihr fertig mit dem Putzen und Satteln, könnt ihr das mittlerweile warme Gebiss sofort problemlos in das Pferdemaul schieben. Das Gute an den Handwärmern ist, dass sie nicht nur für ein paar Minuten warm halten, sondern für mehrere Stunden. Seid ihr also nicht alleine im Stall, könnt ihr den Handwärmer einfach weitergeben und der nächste kann ihn benutzen. Das spart nicht nur Geld, sondern ist auch noch umweltfreundlicher.

Ihr könnt den noch warmen Handwärmer aber auch selbst in eure Taschen legen und euch später noch daran die Hände wärmen. Vielleicht habt ihr auch gerade eine Freundin dabei oder bekommt Unterricht. Besonders als Reitlehrer steht man viel in der Mitte und friert dadurch schnell, so ein Handwärmer kann da eine regelrechte Erlösung sein!

Hinweis

Rein aus ökologischer Sicht sind die Mehrweg-Handwärmer natürlich eine bessere Wahl als die Einweg-Handwärmer! Wer kann, sollte natürlich immer zur umweltfreundlicheren Methode greifen.

Weiterführendes

Hier findest du die Einweg-Handwärmer, die ich in diesem Beitrag nutze:
Tipps & Tricks > Equipment Hacks > Equipment Hack: Thermopad Handwärmer

Hier erfahrt ihr, warum eine Rohrisolierung als Gebisswärmer nicht geeignet ist:
Tipps & Tricks > Anti-Tipps > Rohrisolierung als Gebisswärmer

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