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Vor- und Hinterhandkontrolle

Trainingseinheit der Woche: Vor- und Hinterhandkontrolle

Trainingseinheit der Woche: Vor- und Hinterhandkontrolle

Im Horsemanship ist bei der Ausbildung von Jungpferden die Kontrolle der Vor- und Hinterhand das erste, was gelehrt wird und auch bei anderen Reitsportarten, ist die Kotrolle der beiden Regionen essentiell. Das Wort Kontrolle mag erst einmal negativ klingen, es drückt jedoch nichts anderes aus, als dass wir mit gezielten Hilfen die Hinter- sowie Vorhand bewegen können. Dieser Aspekt dient nicht nur der Sicherheit, sondern auch der weiteren Ausbildung und Gymnastizierung des Pferdes.

Mit zwei Intensivübungen, die immer wieder in die Trainingsstunde mit eingebracht werden, könnt ihr gezielt daran arbeiten und habt sowohl Stangen als auch Pylonen zur Orientierung. Zu Beginn ist es immer einfacher mit solchen Hilfsmitteln zu arbeiten, als gleich frei im Raum zu starten, denn euer Pferd muss vor allem erst einmal verstehen, was ihr vom ihm wollt.

Legen wir also los!

Gedankenstütze

Es sollte niemals mehr als eine ganze Bahn geritten werden.
Eine Übung sollte generell niemals mehr als 3 mal direkt hintereinander geritten werden.
Die maximale Trainingszeit beträgt 60 Minuten – davon sollten mindesten 15 – 25 Minuten Aufwärmphase sein.

Trainingsaufbau

Übung 1
Übung 1
Übung 2
Übung 2

 

Zu aller erst sollte das Pferd natürlich mit vielen, gymnastizierenden Übungen aufgewärmt werden. Dafür sollten vor allem große Bögen gegangen werden, ehe man zu engerer Stellung und Biegung kommt.

Alle Arbeitsmaterialen, wie Stangen, Pylonen und Plane können dabei natürlich von Anfang an integriert werden. Sehr gut geeignet sind natürlich auch die gängigen Hufschlagfiguren für die Erwärmung. Wer mehr über die Hufschlagfiguren wissen will oder diese noch nicht alle kennt, schaut einfach mal hier: Hufschlagfiguren.

Übung 3
Übung 3
Übung 4
Übung 4

 

Die Plane spielt diese Woche keine große Rolle, sondern dient einfach nur der weiteren Gewöhnung. Zwischendurch sollte sie immer in das Training integriert werden, damit das Pferd sie schlichtweg nicht vergisst, sondern immer wieder mit ihr konfrontiert wird. Dabei muss es speziell nicht einmal über diese gehen, oft genügt es schon, wenn sie dabei liegt. Hinüber reiten macht aber mehr Spaß!

In der Übung 4 empfehle ich, an den langen Seiten mal richtig zu zulegen und das Pferd vorwärts zu treiben. Ein flottes Vorwärts löst das Pferd und lässt es sich zwischendurch schön strecken. Die engen Kurven sind dazu das komplette Gegenteil und bieten die perfekte Abwechslung. Natürlich sollte man vor der Stange des Tempo wieder rechtzeitig drosseln, damit es nicht darüber stolpert. Da sie aber schon Teil des Bogen sind, passiert dies eigentlich automatisch.

Übung 5
Übung 5
Übung 6
Übung 6

 

Wer die Plane nicht direkt in die Übungen mit integrieren möchte, der nimmst sie als Ruhepol und stellt sein Pferd zwischendurch darauf ab. Wer die anderen Übungen mit verfolgt hat, weiß, dass ich ein großer Fan von einer Entspannungsmatte bin. Die mit de Plane schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Einerseits hat man einen Entspannungspunkt, andererseits wird die Plane dann natürlich als der Lieblingsort schlechthin angesehen.

Besseres Schrecktraining ist wahrlich schwer zu finden!

Übung 7
Übung 7
Übung 8
Übung 8

 

Natürlich läd die Formation der Übungsgeräte wieder zu den verschiedensten Zirkeln ein. Sehr zu empfehlen ist die Acht in der Übung 8. Hier kann man nicht nur die richtige Stellung und Biegung erarbeiten, sondern sorgt mit den Stangen auch noch für genügend Beinaktion. Durch die hohen Ansprüche ist die Konzentration, die hier benötigt wird, natürlich enorm hoch. Ihr solltet diese Übung also nicht öfter als drei Mal machen, da sonst keine Energie mehr für das eigentliche Vor- und Hinterhandtraining bleibt.

Übung 9
Übung 9
Übung 10
Übung 10

 

Ich bin ein großer Fan vom Rückwärtsrichten, ich gebe es zu. Doch auch im Rückwärts kontrollieren wir im Endeffekt die Richtung der Hinterhand (und diese sollte hier im besten Falle geradeaus sein). Dies ist also der erste Schritt in die Intensivphase. Mit Übung 10 schaffen wir dann die Brücke und verbinden das Rückwärts mit der ersten Vorhandwendung.

Intensivphase

Hinterhandwendung
Hinterhandwendung
Vorhandwendung
Vorhandwendung

 

Die Intensivphase wird bei dieser Übung immer mal wieder mit eingebunden. Ihr solltet also nicht eine dreiviertel Stunde das Pferd warm reiten und dann in den letzten 5 Minuten intensiv üben, sondern nach der ersten Erwärmung gleich eine Intensivphase einbauen. Insgesamt würde ich bis zu drei Intensivphasen empfehlen, in denen ihr diese zwei Übungen immer wieder einbaut. Hier dürft ihr natürlich mehr als 3 Wiederholungen einbringen, mehr als 6 sollten es allerdings nicht werden, damit das Pferd nicht überfordert wird.

Die Stangen helfen euch dabei das Pferd einzurahmen und nicht kreuz und quer gehen zu lassen. Natürlich wird es Pferde geben, die sich von ein paar Stangen nicht aufhalten lassen werden, dennoch helfen sie oft sehr gut bei der Orientierung. Die Pylone in der Mitte verhindert vor allem das Vor- bzw. Rückwärtstreten es Pferdes, das machen viele Pferde nämlich gerne um der Anstrengung auszuweichen (oder, weil sie den Reiter noch nicht 100%ig verstehen).

Wichtig ist, dass ihr die Intensivphase positiv beendet, ehe ihr wieder zu anderen Übungen (oder dem Cool Down) übergeht. Sollte die Übung nach dem zweiten Durchlauf auf einmal wunder klappen, so hört lieber auf und startet später noch einmal.

Sofern es euch möglich ist, empfehle ich als Abschluss immer eine entspannde Geländerunde, ein freies Laufenlassen oder ein frischen Galopp an der langen Seite. Das Pferd baut durch Bewegung Stress ab und bekommt den Kopf wieder frei. So erhaltet ihr euch Motivation und Spaß im Training!

Weiterführendes

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