Einheit der Woche ·Training ·Übungsideen

Die drei Ts

Einheit der Woche: Die drei Ts

Trainingseinheit der Woche: Die drei Ts

Die heutige Einheit der Woche gleicht ein bisschen einem Parcours, den man immer wieder etwas anders durchlaufen kann. Neben den Parcours Möglichkeiten, sind aber auch einzelne, gesonderte Übungen möglich und bieten so auch für mehrere Trainingseinheiten stetig Abwechslung. Trotz der vielen Stangen ist diese Einheit auch für kleine Abteilungen geeignet, da die Wege meist so gut verteilt sind, dass sich keiner in die Quere kommen sollte.

Die Wege durch den Parcours sind schier unendlich, weswegen hier nur eine kleine Auswahl zu finden ist. Ich kann euch ans Herz legen: Findet euren Weg durch und über die Stangen, biegt zwischendurch auch einfach mal ungeplant ab und sucht euch immer wieder neue Möglichkeiten.

Versucht auch gar nicht, alle Wege an einem Tag zu finden, teilt euch die Einheit in zwei oder gar drei Übungsstunden auf und erkundet Stück für Stück etwas mehr – so habt ihr lange Freude an der Formation, müsst sie aber nur einmal aufbauen!

Wer keine oder nicht genügend Stangen zur Verfügung hat, dem zeige ich in meinem DIY Hack: Stangen und Cavaletti, wie er sich schnell, einfach und günstig welche basteln kann!

Parcoursaufbau – Abstände und Materialien

Für ein „T“ benötigt ihr immer 2 Stangen, die dann einfach nur aneinander gelegt werden. Die drei Stangen-Ts sollten in einer Linie zueinander auf dem kompletten Platz, der zur Verfügung steht, aufgebaut werden. Das zweite „T“ sollte dabei genau in der Mitte des gesamten Platzes liegen.

Trainingsaufbau

  

Wie immer starten wir zunächst mit einfachen Übungen um das Pferd auf zu wärmen und dabei langsam an die Arbeit ranzuführen. Dafür eignen sich besonders große, gebogene Linien, auf denen das Pferd immer mal wieder in eine leichte Stellung und Biegung gebracht wird. Die Zirkel können sowohl über die Stangen, also auch außerhalb der Stangen geritten werden.

Durch das vermehrte Anheben der Beine, wird das Pferd jedoch schneller warm und geschmeidig. Achtet aber darauf euer Pferd natürlich nicht gleich zu Beginn mit 20 Stangen innerhalb von 5 Minuten zu überfordern, sondern bringt sie immer mal wieder nach und nach mit ein.

 

Auch andere Hufschlagfiguren, wie das Durch die Länge der Bahn Wechseln oder das Durch die Halbe Bahn Wechseln können in die Formation jederzeit mit eingebracht werden. Handwechsel lassen sich so schöner und kreativer gestalten. Generell solltet ihr darauf achten, dass ihr niemals mehr als eine Ganze Bahn und niemals mehr als 5 Bahnen auf der gleichen Hand reitet, damit ihr euer Pferd immer beidseitig gleich gymnastiziert.

Das mag im ersten Moment unangenehm sein, aber gerade deshalb ist es umso wichtiger, denn nicht nur unsere Pferde bevorzugen eine Hand mehr als die andere, auch wir Reiter sind meist schief und müssen uns ebenfalls durch beiderseitiges Training gerade richten und immer wieder korrigieren.

 

Nun begeben wir uns langsam in den Parcours und finden unsere Wege durch und über die Stangen. In Übung 5 wird zunächst im Schlängelweg um die Stangen-Ts geritten. Eine andere Möglichkeit wäre zuerst hinter dem ersten T zu beginnen und sich dann weiter durch zu schlängeln.

Mann kann aber natürlich auch den Weg über die Stangen nehmen, wie in Übung 6 zu sehen. Mal mit einem Handwechsel, mal ohne, kann die Übung jederzeit variiert und an unsere Bedürfnisse angepasst werden. Reitet man nach dem zweiten Stangen-T einfach weiter Richtung B, hat man wieder eine neue Figur erschaffen.

Solltet ihr Mitreiter auf dem Platz haben, schaut jedoch bei allen neuen Möglichkeiten, dass ihr eure Platznachbarn nicht spontan den Weg abschneidet.

  

Meine zwei Lieblingsübungen in dieser Formation sind die Schlangenlinien durch die Ganze Bahn und der (von mir so genannte) Schleifenweg über die Stangen.

Die Übungen erfordern äußerte Konzentration und einen regen Wechsel von Stellung und Biegung, genau das Richtige für eine intensive Trainingsphase. Wer sich traut, kann die Übungen natürlich auch in Trab und Galopp absolvieren – achtet dabei aber auch auf das Trainingslevel eures Pferdes; stetiges Stolpern und mentale Überforderung hat noch keinen glücklich gemacht.

 

Für Fortgeschrittene und ganz Verspielte gibt es natürlich auch noch andere Möglichkeiten die Formation zu nutzen! Mit Lektionen wie Schenkelweichen und Rückwärtsrichten kann man sich buchstäblich auch an den Stangen entlang hangeln.

Die Stangen dienen euch hier vor allem als Wegweiser und Orientierungspunkte. Wer diese noch verstärken will, legt sich Bodenricks oder auch Töpfchen unter die Stangen um eine noch höhere und sichtbarere Abgrenzung für das Pferd zu errichten.

Weiterführendes

Hier findest du alle Einheiten der Woche.

Dir fehlt es an Trainingsmaterial?
DIY Hack: Stangen und Cavaletti
DIY Hack: Poonudel-Gassen

Du willst noch mehr Übungen?
Stangenserie – Übungen mit Stangen
Pylonenserie – Übungen mit Pylonen

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