Einheit der Woche ·Training ·Übungsideen

Bögen, Schlangenlinien und andere Ungeheuer

Trainingseinheit der Woche: Bögen, Schlangenlinien und andere Ungeheuer

Bögen, Schlangenlinien, Zirkel und Wendungen im Allgemeinen sind für viele Reiter ein Horror, wenn das Pferd noch nicht ausbalanciert ist. Instinktiv werden solche Übungen dann gemieden, da sie schlichtweg keinen Spaß machen und manchmal auch frustrierend sein können.

Mit dieser Einheit der Woche sagen wir der Balance den Kampf an und sorgen dafür, dass auch Ecken endlich Spaß machen können!

Parcoursaufbau – Abstände und Materialien

Alle drei Stangen sollte mittig in der Bahn liegen und den gleichen Abstand zueinander haben. Je nach Schrittlänge vom Pferd kann dieser unterschiedlich sein, hier schaut am Besten, was sich für euch bewährt hat.

Wichtig ist, dass die Pylonen gleichmäßig dazwischen passen und zu sich selbst, als auch zu den Stangen immer den gleichen Abstand haben. Zudem sollte zwischen Pylone und Stange genug Platz sein, so dass man mit seinem Pferd hindurch kommt.

Trainingsaufbau

Ehe wir mit den knackigen Wendungen loslegen, sollte das Pferd natürlich vorher ordentlich aufgewärmt werden. Große Bögen und Zirkel können selbstverständlich auch bei der Erwärmung mit eingebracht werden, enge Wendungen sollten dagegen für die Arbeitsphase aufgehoben werden. Mit Hufschlagfiguren, wie dem Durch die Länge der Bahn Wechseln oder auch dem Durch die habe Bahn Wechseln können wir das Pferd nach und nach geschmeidig machen und dabei immer wieder an unseren Hilfen arbeiten.

Eine Hufschlagfigur mag im ersten Moment einfach aussehen, aber auch hier zählt Timing und das Beherrschen der richtigen Hilfengebung. Ihr solltet also von Anfang an darauf achten, wirklich sehr genau zu reiten. Auch Handwechsel kann man nie genug einbringen. Sie schützen nicht nur vor einseitiger Belastung, sondern bringen auch immer wieder Abwechslung.

Die ersten Bögen sind groß gestaltet und lassen uns langsam in den Übungsmodus gleiten. Das S durch die Mitte ist im Endeffekt auch ein Wechsel durch die halbe Bahn, nur dass dieser in Bögen geritten wird. Zur Orientierung kann man auch an zwei halbe Zirkel denken, wobei der Zirkelwechsel genau über der Stange stattfindet. Hier kommt mit der Stange auch der erhöhte Schwierigkeitsgrad ins Spiel.

Das Pferd gerade stellen, über die Stange reiten, das Pferd umstellen und dabei natürlich nicht die Pylonen umreißen. So viel zur Theorie, die Praxis sieht dann jedoch meist anders aus. Probiert diese Übung also sicherheitshalber erst einmal im Schritt!

Die Bögen durch die ganze Bahn sind schon ein gutes Stück enger angelegt und sollten erst geritten werden, wenn das Pferd etwas aufgewärmter ist. Hier geben euch Stangen und Pylonen vor allem die nötige Orientierung, um auch wirklich schöne, gleichmäßige Bögen zu gestalten.

Um die Effektivität zu steigern, kann man natürlich auch an den langen Seiten noch weitere Lektionen hinzufügen, wie zum Beispiel ein Schulterherein oder auch mal ein Schaukeln zwischen Vor und Zurück an einer Stange.

Übung 5 hat es in sich: Nicht nur, dass das Pferd schräg über die Stangen gehen muss, man muss zusätzlich aufpassen, dass man die Pylonen dabei nicht umreitet. Definitiv auch eine schöne Trabübung, man sollte es vorher jedoch im Schritt fehlerfrei meistern. Wer dabei die Hand wechselt, kann gleich danach noch einmal sein Glück auf der anderen Hand versuchen.

Die nächste Schwierigkeit ist ein sehr kleiner Zirkel innerhalb der ersten und letzten Stange. Die Stangen grenzen einen dabei gut ein und geben etwas Orientierung. Auch diese Übung sollte unbedingt auf beiden Händen gleichmäßig geritten werden, um einseitiges Training zu vermeiden.

Wem die schmaleren Zirkel noch zu klein sind, der kann natürlich auch erst einmal große Zirkel einbinden, die sich zwar an den Stangen und Pylonen orientieren, aber noch nicht aktiv nutzen. Besonders für Galoppeinheiten oder auch die Aufwärmphase sind sie besonders gut geeignet.

Danach kann man, wie in Übung 8 zu sehen, Stück für Stück kleiner werden und auch die Materialien mit einbringen. Übung 8 ist zudem auch für höhere Galopparbeiten bestens geeignet. Dabei kann der Wechsel über die Stange mit einem einfachen Galoppwechsel gestaltet werden, sodass man immer wieder Achten reitet und dabei das Pferd auf beiden Händen gymnastiziert.

Aber auch für einen unendlichen Loop ist Übung 8 perfekt. Man kann hier jederzeit von einem Zirkel in den anderen wechseln und bringt somit immer wieder Abwechslung und neue Schwierigkeiten mit ein. Achtet dabei vor allem auf die Pylonen, die dabei natürlich nicht umfallen dürfen.

Natürlich gibt es noch weitere Zirkel-Möglichkeiten in dieser Formation. Volten an der langen Seite können jederzeit mit einer zusätzlichen Stange im Schwierigkeitsgrad gesteigert werden. Hier könnt ihr bestens den Takt, als auch die Beinaktion eures Pferdes fordern und fördern.

Reitet man zu zweit, so können zwei Volten um die jeweils äußeren Stangen auch synchron absolviert werden.

Wie immer, hat die Formation zu guter Letzt auch noch andere Übungen außer Biegung, Schlangenlinien und Zirkel zu bieten. So kann an der Stange immer wieder mal das Vor- und Zurückschaukeln mit eingebracht werden (siehe auch Übung 4), aber auch Vor- und Hinterhandwendungen können bestens damit trainiert werden. Schaut hier, wie weit eure Einheit voran geschritten ist und ob ihr noch Kraft und Energie für diese Übungen habt.

Wer diese Lektionen vorher nie geritten ist, sollte zum Ende der Stunde natürlich nicht noch etwas Neues anfangen, sondern sich lieber in einzelnen Themenstunden darauf konzentrieren. Für alle, die darin schon geübt sind, ist es zwischendurch jedoch eine willkommene Abwechslung!

Weiterführendes

Hier findest du alle Einheiten der Woche.

Dir fehlt es an Trainingsmaterial?
DIY Hack: Stangen und Cavaletti
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Stangenserie – Übungen mit Stangen
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