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Aufbau im Doppel

Trainingseinheit der Woche: Aufbau im Doppel

Für diese Formation braucht man nur zwei Pylonen und zwei Stangen. Dadurch ist nicht nur der Aufbau schnell und einfach zu erledigen, man braucht auch keine Mengen an Material zur Verfügung zu haben. Wer keine Stangen hat, schaut doch mal in den DIY Hack: Stangen und Cavaletti – hier könnt ihr für wenig Geld euch eigenes Material basteln.

Fast alle Übungen sind auch für kleine Abteilungen oder mehrere Reiter in der Reitbahn geeignet, ohne dass man sich dabei in die Quere kommt oder der Platz zu eng wird. Dieser Vorteil macht sich vor allem im Winter oder an verregneten Tagen bemerkbar, wenn die Halle wieder voller wird.

Parcoursaufbau – Abstände und Materialien

Die Stangen sollten mit der Außenkante genau mittig in der Bahn liegen, der Abstand zwischen den Stangen muss so groß sein, dass zwei Pferde nebeneinander hindurch reiten können. Die Abstände der Pylonen ergeben sich aus der Lage der Stangen dann automatisch.

Wer möchte, kann sich die Stangen mit Töpfchen, Bodenricks oder Ähnlichem Auch noch etwas erhöhen um die Schwierigkeitsgrad etwas zu steigern. Da die Stangen beim Drauftreten gegebenenfalls auch wegrutschen könnten, ist es für die Sicherheit ebenfalls gut, wenn die Stangen mit kleinen Haltern fixiert bzw. erhöht werden.

Trainingsaufbau

Übung 1
Übung 1
Übung 2
Übung 2

 

Mit einfachen Hufschlagfiguren, wie dem Durch die Länge der Bahn Wechseln oder der halben Bahn Wechseln wird das Pferd zu Beginn sanft aufgewärmt und nach und nach an die Stangen und Pylonen gewöhnt. Auch der Weg über die Stangen kann schon von Anfang an mit in die Reitstunde eingebaut werden, um eine optimale Erwärmung zu garantieren.

Einzig Stangenneulinge sollten nicht gleich zu Beginn mit ihrem Pferd über die Stangen gehen, sondern das Pferd erst einmal Schritt für Schritt an die Stangen gewöhnen. Dazu wird das Pferd vor dem Aufsteigen ein paar Runden in der Halle herumgeführt und schließlich an eine Stange gebracht. Lasst es nun die Stange ausgiebig beschnuppern und fordert es dann vorsichtig auf, die Stange zu überqueren.

Übung 3
Übung 3
Übung 4
Übung 4

 

Für die Gymnastizierung und die Konzentrationsförderung ist Übung 3 besonders effektiv, denn das schräge Anreiten von Stangen erfordert mehr Koordination vom Pferd als man denkt. Übt das Durch die Ganze Bahn Wechseln also erst einmal im Schritt, ehe ihr es in die Trab- oder gar Galopparbeit mit einbringt.

Die Doppel-Formation bietet eine Menge an möglichen Schlangenlinien, die nicht nur die Biegung, Dehnung und den Schenkelgehorsam fördern, sondern auch für viel Abwechslung im Viereck sorgen. Ob gerade oder schräg über die Stangen, alles ist mit etwas Kreativität möglich.

In Übung 4 reitet man eine große Schlangenlinie über beide Stangen. Denkt daran, das Pferd immer wieder umzustellen und die Bögen sauber durchzureiten. Ein Abkürzen hat keinen Effekt und lässt euer Pferd nur willkürlich durch die Gegend latschen, also: Aufpassen! Lieber erst einmal im Schritt erarbeiten, ehe man im Trab einfach nur durchrennt.

Übung 5
Übung 5
Übung 6
Übung 6

 

Übung 5 macht einen Handwechsel mit einer eleganten Schlangenlinie möglich, ebenso wie Übung 6.

Gerade hier müsst ihr aufpassen, dass die Bögen wirklich schön rund sind, damit ihr auch wirklich um die Pylonen kommt und diese nicht einfach umrennt. Denkt beim Kreuzen von Mittelpunkt X an das Aus dem Zirkel wechseln, um euer Pferd pünktlich um zu stellen. Die Stangen und Pylonen sollten euch hier gut genug eingrenzen und Orientierung geben, damit die Übung gelingt.

Übung 7
Übung 7
Übung 8
Übung 8

 

Neben den Schlangenlinien sind auch Zirkel in unheimlich vielen Formen und Varianten in dieser Formation möglich, die immer wieder mit eingebracht werden können. Sei es um die Stangen, um die Pylonen oder auch über die Stangen. Die Materialien sollten euch hier die nötige Orientierungshilfe geben. Zur Erwärmung und Gewöhnung an die Stangen eignen sich besonders die groß angelegten Zirkel um alle Übungsmaterialien, wie in Übung 7 zu sehen.

Auch Übung 8 kann durch die Größe der Zirkel in das Aufwärmprogramm mit eingebunden werden. Der Knackpunkt hierbei ist das Geradestellen kurz vor der Stange und das Umstellen kurz nach der Stange, wenn man aus dem Zirkel wechselt. Bleibt man auf einem Zirkel, so kann dieser auch nach und nach etwas verschoben und dann verkleinert werden. Reitet man die jeweils außen liegenden Zirkel, so haben auch zwei Reiter gleichzeitig die Chance die Übung zu absolvieren.

Übung 9
Übung 9
Übung 10
Übung 10

 

Mit Volten auf der Geraden bei B oder E habt ihr die Möglichkeit euer Pferd in eine Konzentrationsphase zu schicken oder auch eilige Pferde etwas zur Ruhe zu bringen. Die Stangen bilden dabei die nötige Begrenzung, damit das Pferd nicht ausbricht und die Volte nicht größer wird, als eigentlich vorgesehen.

Geübte Reiter-Pferd-Paare können auch einen sehr kleinen Zirkel über beide Stangen reiten. Probiert euch hier definitiv erst im Schritt aus, ehe ihr in den Trab geht. Der Zirkel hat es in sich und sollte das Pferd niemals überfordern und dementsprechend frustrieren. Reiten muss nicht nur euch, sondern auch dem Pferd jederzeit Spaß machen!

Übung 11
Übung 11
Übung 12
Übung 12

 

Das Gleiche gilt für Übung 11. Auch hier müsst ihr sehr genau arbeiten um die Übung korrekt auszuführen. Wer hier in die Dauerschleife gehen will, muss zusätzlich um die Pylonen durch den Zirkel wechseln um durch einen Handwechsel wieder zum ersten Zirkel zurück zu kommen.

Zuletzt eignet sich die Formation natürlich auch für die Erarbeitung von Lektionen, wie dem Schultervor, Schulterherein und dem Schenkelweichen. Hier habt ihr für ein paar Schritte links und rechts die benötigte Begrenzung. Versucht euer Pferd nur in diesem Bereich wie gewünscht zu Arbeiten und stellt es nach dem Verlassen der Gasse wieder gerade.

Weiterführendes

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