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7 hilfreiche Methoden die Hufe zu wässern

7 hilfreiche Methoden die Hufe zu wässern

Besonders im Sommer sind die Hufe vom Pferd oft trocken und spröde, da der feuchtigkeitsspendende Regen ausfällt. Stark betroffen sind vor allem Pferde, die nur auf Sandpaddocks gehalten werden. Pferde, die tagsüber auf der Weide sind, profitieren vom saftigen Gras, das auch die Hufe etwas feucht hält. 

Damit die Hufe in dieser Zeit nicht rissig werden und ausbrechen und auch der Hufschmied nicht vor harten Hufen steht, die unglaublich schwer zu bearbeiten sind, gibt es hier sieben hilfreiche Methoden, die Hufe schnell und effektiv zu wässern und somit feucht und geschmeidig zu halten.

Achtung bei Hilfsmitteln wie Huffett oder Huföl. Diese Produkte sind hilfreich, aber man muss auf die korrekte Anwendung achten: Jegliche Fette (wozu auch Öl gehört) sollten immer erst nach dem Wässern aufgetragen werden. Wir das Fett auf den trockenen Huf aufgetragen, legt es sich wie ein Schutzfilm um diesen und verhindert, dass dieser Wasser aufnehmen kann. So hat man unwissender Weise genau das Gegenteil erreicht und der Huf wird noch trockener und spröder. Wird das Fett allerdings nach dem Wässern aufgetragen, so sorgt es dafür, dass das Wasser im Huf bleibt.

1. Hufschuhe aus Windeln

Sehr bekannt sind Windeln als Hufschuhe vor allem in der der ersten Hilfe, dort werden die Windeln meist mit heilungsförderner Flüssigkeit angegossen. Hat man jedoch keinen Notfall, so kann man die Windeln natürlich auch rein mit Wasser angießen und die Hufe darin schön einweichen lassen. Ihr müsst allerdings aufpassen, dass ihr keine Windeln kauft, die Flüssigkeit in Gel umwandeln, diese funktionieren natürlich nicht. 

Klagt also jemand im Bekanntenkreis über Windeln, die nicht besonders saugstark sind, dann sind genau dies eure Windeln!

2. Wässern mit dicken Socken

Eine weitere Möglichkeit die Hufe länger feucht zu halten, sind dicke Socken. Umso dicker die Socken, umso besser. Besonder bei kleineren Hufen sind diese unglaublich einfach und praktisch. Bei sehr großen Hufen kann es hier allerdings zu Problemen kommen, die passenden Socken zu finden. Hier kann man sich von Oma zu Weihnachten auch ruhig einmal selbstgestrickte Socken wünschen!

3. Hufe in den Eimer stellen

Die wohl bekannteste Methode ist, die Hufe jeweils in einen Eimer zu stellen. Hier hat man jedoch den großen nachteil, dass das Pferd dauerhaft still stehen muss. Tut es das nicht, kann es auch gerne mal über einen Eimer stolpern oder sich erschrecken, wenn der Eimer auf einmal zwischen den Beinen landet. Wendet diese Methode also nur an, wenn das Pferd nicht lang darin stehen muss, es sehr gelassen ist und die Eimer auch im Zweifelsfall kaputt gehen dürfen.

Noch ein Tipp: Zur Sicherheit solltet ihr den Henkel der Eimer entfernen. Verfängt sich das Pferd darin und bekommt Panik, kann es zu Unfällen kommen!

Hufe wässern: Plantschbecken 

4. Das Pferd in ein Plantschbecken / Bottich stellen

Eien sehr entspannte Methode ist, das Pferd in einen Bottich oder ein Planschbecken zu stellen. Bei dem Bottich sollte man wieder auf die Beschaffenheit achten. Ist dieser aus Metall oder einem anderen, harten Material, kann es auch hier bei leicht zu Unfällen kommen, weswegen die Pferde nur kurze Zeit kontrolliert und nicht unbeaufsichtigt darin stehen sollten.

Ein Planschbecken ist weich und gibt nach, hier kann das Pferd problemlos länger darin stehen und sich, je nach Größe des Beckens, auch bewegen. Einige Pferde möchten hier allerdings zuerst nicht einsteigen, weswegen ihr das vorher trainieren solltet.

5. Hufe mit Hufglocken feucht halten

Wer Hufglocken hat, kann auch diese schnell und einfach zum wässern nutzen. Dafür einfach die Glocken wie gewohnt umschnallen, mit Wasser angießen und fertig. Selbst Hufglocken, die auf der oberen Seite eine Lackschicht oder Ähnliches haben, funktionieren dafür, denn entscheidend ist allein, wie der Stoff beschaffen ist, der direkt auf dem Huf aufliegt. 

Für die Schmiedbearbeitung reicht diese Bewässerungsart allerdings leider nicht, da in diesem Fall leider nur die Hufwand feucht gehalten wird. Das Wasser zieht zwar langsam in den Huf ein, dennoch sollte der harte, trockene Huf für den Schmied auch von unten bewässert werden.

6. Wasser speichernde Hufschuhe / Krankenhufschuhe

Da der Hufschuh den Huf komplett einschließt, wird hierbei der komplette Huf feucht gehalten, weswegen die Hufschuhe oder auch Krankschuhe sich perfekt für die Bewässerung eignen. Der absolute Vorteil: Man kann während des Wässerns auch noch effektiv mit dem Pferd weiter arbeiten.

7. Einen Matschplatz schaffen

Zuletzt kann man sich natürlich auch einen Matschplatz schaffen, der am allerbesten für die Pferde jederzeit frei zugänglich ist. Dazu wird zum Beispiel eine Plane in einem Holzviereck ausgelegt, mit Sand befüllt und dann mit Wasser übergossen. Das Wasser bleibt durch die Erhöhung vom Holzrahmen im Viereck und versickert nicht im Boden. An heißen Tagen muss man das Wasser einmal täglich auffüllen, da es stark verdunstet.

Ansonsten kann man sich auch in einer Sand- oder Wiesenkuhle, die in den Regentagen am längsten zum Trocknen brauch, auch Wasser einlassen, zum Beispiel wenn man das Pferd sowieso gerade abduscht. Mit einem Bodenanbinder kann das Pferd dort angebunden werden und somit auch etwas länger im Wasser stehen, um die Hufe optimal zu bewässern.